
Lauberhornrennen
Projektarbeit Master
Wengen, 2025
Team: Lucia Spörri
Bilder: Lucia Spörri
Die Wengernalp ist seit jeher vom Tourismus geprägt. Mit dem Bau der Wengernalpbahn im Jahr 1893 und der frühen Entwicklung vom Sennbetrieb zum Hotelstandort begann eine touristische Nutzung, die sich in den 1920er-Jahren durch den Wintertourismus verstärkte. Gleichzeitig ist die Alp seit dem 13. Jahrhundert genossenschaftlich organisiert und bis heute eine Kulturlandschaft mit aktiver Alpwirtschaft und Käseproduktion. Zwischen Landwirtschaft und Skitourismus besteht eine gewachsene Symbiose, wobei heute der Tourismus klar dominiert. → Weitere Infos
Link zur Hochschule Luzern → Hub Architektur









Seit 1930 prägt das Lauberhornrennen die Jungfrauregion um das Gebiet der Wengernalp. Während der drei Veranstaltungstage im Januar versammeln sich bis zu 80 000 Besucherinnen und Besucher vor Ort, davon allein rund 40 000 bei der Abfahrt, und über eine Million verfolgen das Rennen im Fernsehen. Besonders der Streckenabschnitt Girmschbiel mit Blick auf den Hundschopf fasziniert durch die Verdichtung von rund 8.000 Zuschauern während der Abfahrt in einer hochalpinen Landschaft. Das Rennen ist dabei nicht nur ein Sportereignis, sondern auch eine spezifische Form des alpinen Massentourismus mit starker lokaler Verankerung. Fast gleichgestellt mit dem Alpabzug in Wengen, ist das Rennen heute ein Anlass von nationaler Bedeutung.
Das Lauberhornrennen erfordert einen enormen logistischen Aufwand. Temporäre Bauten werden bereits Monate vor dem Anlass errichtet und prägen über einen langen Zeitraum die Landschaft. Gleichzeitig stösst die Besucherzahl zunehmend an ihre Grenzen.
Das Projekt reagiert darauf mit einer permanenten, ganzjährig nutzbaren Struktur, die auf der bestehenden Infrastruktur der Wengernalpbahn aufbaut.
Die leichte Holzstruktur steht auf punktuellen Betonfundamenten mit vorfabrizierten Knoten und folgt in ihrer Anordnung dem Verlauf der bestehenden Bahnlinie. Unter einem grossen Dach vereint sie die Bahnhofshalle, die Festhalle und die Infrastruktur für das Rennen sowie eine Tribüne entlang der Hangseite. Die nach Süden ausgerichtete Dachfläche integriert eine grossflächige Photovoltaikanlage. Durch die permanente Infrastruktur werden Transport- und Aufwandsprozesse reduziert und das Lauberhornrennen erhält eine Basis auf der Wengneralp. Während des Veranstaltungstags haben die Besucher:innen einen direkten, kontrollierten Zugang von der Bahn zur Tribüne, in der Nebensaison dient die Halle als Lager- und Betriebsraum. Die Struktur unterstützt das Skigebiet im Betrieb und integriert die Alpwirtschaft durch erweiterte Wirtschafts- und Logistikflächen, die einen direkten Bahnanschluss bieten.
Es entsteht eine dauerhafte Infrastruktur, die Transportprozesse reduziert, den Anlass räumlich fasst und gleichzeitig Raum für Skibetrieb und Alpwirtschaft bietet. Eine Architektur, die Ereignis, Infrastruktur und Kulturlandschaft verbindet. Das Lauberhornrennen ist somit nicht mehr nur ein temporärer Ausnahmezustand, sondern ganzjährig räumlich erlebbar – eingebettet in die alpine Topografie und die Tradition der Wengernalp.
Lauberhornrennen
Projektarbeit Master
Wengen, 2025
Team: Lucia Spörri
Bilder: Lucia Spörri
Die Wengernalp ist seit jeher vom Tourismus geprägt. Mit dem Bau der Wengernalpbahn im Jahr 1893 und der frühen Entwicklung vom Sennbetrieb zum Hotelstandort begann eine touristische Nutzung, die sich in den 1920er-Jahren durch den Wintertourismus verstärkte. Gleichzeitig ist die Alp seit dem 13. Jahrhundert genossenschaftlich organisiert und bis heute eine Kulturlandschaft mit aktiver Alpwirtschaft und Käseproduktion. Zwischen Landwirtschaft und Skitourismus besteht eine gewachsene Symbiose, wobei heute der Tourismus klar dominiert. → Weitere Infos
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Seit 1930 prägt das Lauberhornrennen die Jungfrauregion um das Gebiet der Wengernalp. Während der drei Veranstaltungstage im Januar versammeln sich bis zu 80 000 Besucherinnen und Besucher vor Ort, davon allein rund 40 000 bei der Abfahrt, und über eine Million verfolgen das Rennen im Fernsehen. Besonders der Streckenabschnitt Girmschbiel mit Blick auf den Hundschopf fasziniert durch die Verdichtung von rund 8.000 Zuschauern während der Abfahrt in einer hochalpinen Landschaft. Das Rennen ist dabei nicht nur ein Sportereignis, sondern auch eine spezifische Form des alpinen Massentourismus mit starker lokaler Verankerung. Fast gleichgestellt mit dem Alpabzug in Wengen, ist das Rennen heute ein Anlass von nationaler Bedeutung.
Das Lauberhornrennen erfordert einen enormen logistischen Aufwand. Temporäre Bauten werden bereits Monate vor dem Anlass errichtet und prägen über einen langen Zeitraum die Landschaft. Gleichzeitig stösst die Besucherzahl zunehmend an ihre Grenzen.
Das Projekt reagiert darauf mit einer permanenten, ganzjährig nutzbaren Struktur, die auf der bestehenden Infrastruktur der Wengernalpbahn aufbaut.
Die leichte Holzstruktur steht auf punktuellen Betonfundamenten mit vorfabrizierten Knoten und folgt in ihrer Anordnung dem Verlauf der bestehenden Bahnlinie. Unter einem grossen Dach vereint sie die Bahnhofshalle, die Festhalle und die Infrastruktur für das Rennen sowie eine Tribüne entlang der Hangseite. Die nach Süden ausgerichtete Dachfläche integriert eine grossflächige Photovoltaikanlage. Durch die permanente Infrastruktur werden Transport- und Aufwandsprozesse reduziert und das Lauberhornrennen erhält eine Basis auf der Wengneralp. Während des Veranstaltungstags haben die Besucher:innen einen direkten, kontrollierten Zugang von der Bahn zur Tribüne, in der Nebensaison dient die Halle als Lager- und Betriebsraum. Die Struktur unterstützt das Skigebiet im Betrieb und integriert die Alpwirtschaft durch erweiterte Wirtschafts- und Logistikflächen, die einen direkten Bahnanschluss bieten.
Es entsteht eine dauerhafte Infrastruktur, die Transportprozesse reduziert, den Anlass räumlich fasst und gleichzeitig Raum für Skibetrieb und Alpwirtschaft bietet. Eine Architektur, die Ereignis, Infrastruktur und Kulturlandschaft verbindet. Das Lauberhornrennen ist somit nicht mehr nur ein temporärer Ausnahmezustand, sondern ganzjährig räumlich erlebbar – eingebettet in die alpine Topografie und die Tradition der Wengernalp.